Das Schreckensgespenst

Die Schatten der Vergangenheit lassen sich niemals abschütteln - sie werden nur immer länger und bedrohlicher.

Jahrzehntelang lebten Neldas – Menschen mit magischen Fähigkeiten – unerkannt und friedlich unter den Menschen. Doch aus der Dunkelheit empor ragte ein Mann, der von Macht und Gier besessen schien. Der sich dem Leid Schwächerer und der Herrschaft der Skrupellosen verschrieben hatte. Ein Mann, der eine nie dagewesene dunkle und zerstörerische Magie kreierte, die in der jüngsten Vergangenheit zahllose Opfer forderte. Sein Name: Jean Nadal.

 

Es war ein Name, der Verhängnis und Mysterium zugleich war. Ein Name, zu dem es kein Gesicht gab und der dennoch wie ein Damoklesschwert über der Menschheit hing. Niemand hatte ihn je zu Gesicht bekommen. Selbst seine Anhänger nicht. Jean Nadal war ein Phantom, kaum noch ein Mensch. Er hatte seine Seele zerrissen, um eine Kraft an sich zu reißen, nach der seine Anhänger gierten, die aber nur er sein eigen nennen konnte: Unverwundbarkeit.

 


Es ist die Dunkelheit, die ihn fasziniert. Die ihn mit ihrer verlockenden Bedrohlichkeit in seinen Bann zieht. Das Gefühl, sich von ihr verschlingen zu lassen, ist morbid und belebend zugleich. Neidvoll sieht er, wie sich die Dunkelheit all das nimmt, was sie will. Allein sie hat die Freiheit über Dinge zu entscheiden, für die er selbst in dunkelster Stunde nicht den Mut aufbringen würde, sie zu tun.